Persicaria

Knöterich & Co.

Erhellender Kommentar zur “düsteren” Nomenklatur

Auf unserer Seite ist ein spannender Kommentar eingegangen, den ich gerne etwas hervorheben möchte:
http://www.persicaria.de/2011/06/sag-mir-deinen-namen/#comments
Gleichzeitig auch der Hinweis auf den Knöterich-Schlüssel des Verfassers Rolf Wißkirchen

Wißkirchen, Rolf 2011. Polygonaceae – Bestimmungsschlüssel für die in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Knöterichgewächse.
http://offene-naturfuehrer.de/web/Polygonaceae_-_Bestimmungsschlüssel_ für_die_in_Deutschland_und_angrenzenden_Regionen_wachsenden_ Knöterichgewächse_(Rolf_Wißkirchen)

Besten Dank Herr Wißkirchen

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Erste Begutachtung

Am Wochenende vom 22. und 23. Oktober konnten sich fünf Mitglieder von PERENNE davon überzeugen, dass sich die Bistorta amplexicaulis im Garten Alst schon im Pflanzjahr prächtig entwickelt haben. Bereits konnten erste Begutachtungsergebnisse aufgezeichnet und Erfahrungen ausgetauscht werden. Schon jetzt stechen einige Favoriten hervor und die Begutachtung vom Herbst 2012 verspricht Grossartiges (wobei ich da nicht nur an die Knöteriche denke).

Besonders vielversprechend ist die Kategorie “Knöteriche für Erwachsene”. Darin finden wir Sorten welche vom üblichen Bild – zum Beispiel bezüglich Wuchs- und Blüheigenschaften – abweichen. Sie verlangen in der Verwendung Einfühlungsvermögen. Dadurch lassen sich aber auch besondere, nicht alltägliche Bilder schaffen. Ohne die Begutachtung vorwegzunehmen: Bistorta amplexicaulis ‘Janet’ (eine der viele Züchtungen von Chris Ghyselen http://www.chrisghyselen.be/index.cfm?fuseaction=art&art_id=3070&c=3) gehört in diese Gruppe und hat vermehrte Aufmerksamkeit verdient, da war sich die Gruppe einig.

Bistorta amplexicaulis 'Janet'

Bistorta amplexicaulis 'Janet'

 

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‘Speciosa’ und ‘Firetail’ – Synonym oder zwei Sorten?

Bistorta amplexicaulis 'Firetail'

Bistorta amplexicaulis 'Firetail'

Bistorta amplexicaulis 'Speciosa'

Bistorta amplexicaulis 'Speciosa'

Die ganzen Fragen und Gattungs- und Artnamen der Knöteriche wurden in anderen Artikeln ja schon angesprochen. Auf der letzten Sommertagung von PERENNE in der Schweiz kam die Diskussion aber auch wieder auf die Sorten. Und da ist immer noch die offene Frage ob nun Bistorta amplexicaule ‘Firetail’ und ‘Speciosa’ nun unterschiedliche Sorten oder doch wie meist gesagt Synonyme sind.
Unser Kollege aus Hamburg ist ja ein Vertreter der “zwei-Sorten-Theorie” und er erhielt in der Gärtnerei von Esther Hospenthal (http://www.hospenthal-kaegi.ch/frameset.htm) Rückendeckung. Dort standen im Mutterpflanzenquartier zwei Sorten und die waren wirklich unterschiedlich.
‘Firetail’ war höher, die Blütenstände schlanker und mit einem Stich ins Orange. Auch das Laub von ‘Firetail’ warheller grün.
Wer kann diese Beobachtungen stützen oder wiederlegen? Es wäre schön wenn wir diese Frage klären könnten. Helfen Sie mit.

links 'Speciosa', rechts 'Firetail'

links 'Speciosa', rechts 'Firetail'

 

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Meine Knöteriche

Fällt bei der Vorstellung eines Pflanzplanes beim Kunden das Wort „Knöterich“, ist in der Regel eine heftige Reaktion zu erwarten.

Persicaria amplexicaulis

„Nee !! Knöterich hatten wir schon mal. Der hat unser ganzes Haus überwuchert und wir hatten soviel Mühe, den wieder wegzubekommen.“

Dann holt der Gärtner tief Luft , sammelt sich und hält einen kleinen und hoffentlich erfolgreichen Vortrag über die Großartigkeit der Knöteriche, die er in den Garten pflanzen möchte. Nämlich nicht den rankenden Architektentrost Polygonum aubertii oder den bösen Neophyten Fallopia japonica, das andere schwarze Schaf der Familie. Sondern er erzählt von der Herrlichkeit von Persicaria amplexicaulis, der frühen Schönheit von Bistorta officinalis, der gewaltigen Pracht von Aconogonon „Johanniswolke“, den späten Reizen von Persicaria filiformis und der unentdeckten Eleganz von Polygonum kahil, der eigentlich Aconogonon tortuosum var. glabrifolium heißt. Womit schnell klar wird, daß es neben der bösen Verwandtschaft auch andere Gründe für die geringe Präsenz von „schönen“ Knöterichen in den Gärten geben könnte. Nomenklatorisches Chaos war noch nie eine gute Werbung für eine Pflanze. Ein Gärtner, der im Katalog erst wie gewohnt bei P (Polygonum) guckt, um dann nach B (Bistorta) blättern zu müssen, um dann endlich auf F (Fallopia), A (Aconogonon) oder doch zurück zu P (Persicaria) verwiesen zu werden, der hat bald Verständnis für Kunden, die bei der Erwähnung botanischer Namen verzweifelt mit den Augen rollen.

Herbstbild

Wer diese Hindernisse überwunden hat, kommt schnell zu dem Schluß: Polygonaceen sind eigentlich nicht zu ersetzen wenn es darum geht, langlebige und pflegearme Staudenpflanzungen anzulegen. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen als Besitzer eines Gartens im Norden der Freien und Hansestadt Hamburg und als Planer von Staudenanlagen in privaten Gärten sowie im öffentlichen Grün. Entgegen der allgemeinen Ansicht ist es in Hamburg nicht durchweg regnerisch, neblig und kühl. Ganz im Gegenteil zeichneten sich die letzten Jahre durch ungewöhnlich langanhaltende Trockenperioden aus. So gab es in diesem Jahr während der Monate Mai und Juni in meinem Garten 15mm Regen auf den Quadratmeter- bei gleichzeitig hohen Temperaturen und permanentem Wind. Verschärfend kommt hinzu, daß dies alles noch auf sehr sandigem und durchlässigem Boden stattfindet. Wer als Gärtner einmal erlebt hat, was Kunden unter gründlich wässern verstehen, nämlich zweiminütiges Überbrausen am Abend, der weiß die besondere Qualität von Pflanzen zu schätzen, die solche Stresssituationen schad- und klaglos überstehen. Und da ist vor allem Persicaria amplexicaulis zu loben. Sie wuchs weiter trotz Hitze , machte nicht schlapp wie etwa Rudbeckien und Veronicastrum und sah, anders als viele Gräser (!), die braune Spitzen bekamen, auch vom Laub hervorragend aus.

Ihr dichtes Blattwerk, das recht früh erscheint und den Boden gut bedeckt, ist ein weiterer Pluspunkt des Kerzenknöterichs. Wer Staudenpflanzungen im öffentlichen Grün anlegt, braucht Pflanzen, die schnell erscheinen, gut sichtbar und wüchsig sind. Denn Stauden, die erst spät und zögerlich wachsen, werden von den meist ungelernten Pflegekräfte der Gemeinde nicht erkannt, zertreten oder von raschwüchsigem Unkraut überrannt.

Der Lobgesang auf Persicaria amplexicaulis ist noch zu steigern durch den Hinweis auf die absolute Schneckenverträglichkeit der Pflanze. Das trifft übrigens nach meinen Erfahrungen auch auf alle anderen Polygonaceen zu. Nach diesem Hinweis gibt es für die meisten Kunden kein Halten mehr: „Kein Ärger mit Schnecken ? Robust? Kein Wuchern ? Warum kennen wir diese Pflanze und wieso haben wir die nicht längst?“ Tatsächlich gehört Persicaria amplexicaulis bis heute nicht zum Standardsortiment hiesiger Gartencenter (und das ist ja der Ort, an dem sich die Mehrzahl der Gartenbesitzer zuerst mit Stauden eindecken). Bistorta affinis, der Schneckenknöterich hingegen ist dort immer noch zu finden. Angepriesen als guter Bodendecker, der er in unserem Klima mit immer heißeren Sommern und Kahlfrösten im Winter bestimmt nicht ist.

Persicara amplexicaule "Dikke Floskes"

Persicaria amplexicaulis als Modestaude zu bezeichnen, ist sicherlich nicht ganz verkehrt, wie ein Blick in ältere Staudenkataloge deutlich macht. Da gab es Persicaria amplexicaulis „Firetail“, „Alba“ und vielleicht noch „Rosea“. Aktuelle Kataloge aus Holland oder Belgien listen problemlos mehr als zehn verschiedene Persicaria-Sorten auf. So habe ich vor vier Jahren eine Sorte mit dem eigentümlichen Namen „Dikke Floskes“ in Holland erworben. Gezüchtet wurde dieser Knöterich wie eine ganze Reihe weiterer, von dem belgischen Gartengestalter Chris van Ghyselen. „Dikke Floskes“ ist spektakulär ! Nicht zarte Ähren, sondern daumendicke Blüten-Walzen leuchten in kräftigem, tiefem Rot. Als Nachbarn mit Farb- und Texturkontrasten bietet sich die Feinblättrige Silge (Selinum wallichianum) oder Thalictrum delavayi „Album“ an . In meinem Garten ergänzen die weiß-rötlichen Blütendolden von Viburnum x hillieri „Winton“ die Rispen von „Dikke Floskes“.

Beschreibungen zufolge soll Persicaria amplexicaulis „Alba“ schwachwüchsiger sein. Das kann ich nicht bestätigen, elegant ist die Pflanze aber allemal. Ihre Blütenkerzen sind schmal und lang und erreichen bei mir im Garten eine Höhe von ca. 120 cm. Oft ist das Ende der Blütenähren noch aufgespalten und gebogen. Ist das Erkennen bei „Alba“ noch recht leicht (alles was nicht weiß ist, ist auch nicht „Alba“) hatte ich bei Pflanzenbestellungen mit den Sorten „Firetail“ und „Speciosum“ öfter mal Probleme. Beide werden gerne in Gärtnereien als Synonym gehandelt, was sie aber nicht sind. Im Gegensatz zur klar roten Rispe von „Speciosum“ ist „Firetail“ hellrot mit einem Stich ins Orange. Und ein Stich Orange in einer Pflanzung voller rosa Phloxe kann eben ein Stich Orange zuviel sein.

Eindeutig zu erkennen ist die Sorte „Inverleith“. Die Staude blüht nämlich in nur 50-60 cm Höhe mit dunkelroten Ähren und ist damit auch für Pflanzungen geeignet, in der man die übliche Größe und Wuchtigkeit der Kerzenknöteriche nicht gebrauchen kann. In meinem Garten wächst „Inverleith“ in schöner Harmonie mit Deschampsia und Sanguisorba albiflora. Etwas höher wird die Sorte „Taurus“ mit 60-90 cm und relativ dicken Blütenähren.

Zwei rosafarbige Kerzenknöteriche stehen in meinem Garten. Die altbekannte Auslese „Roseum“ wird bis zu 160 cm hoch und blüht in hellem Rosa, Persicaria amplexicaulis „High Society“ bleibt nur unwesentlich kleiner und hat eine kräftig rosa Blütenfarbe. Beide sind durch ihre Farbigkeit und lange Blüte unersetzbar im Staudenbeet.

Im Zusammenspiel mit Anemone japonica „Honorine Jobert“, mit dunkellaubigen Cimicifugen oder mit Phloxen ergeben sich perfekte Spätsommer- und Herbstbilder. Die Ähren der bisher behandelten Kerzenknöterich haben ähnlich wie bei Veronicastrum , Lythrum oder Epilobium eine starke, Akzente setzende Wirkung in der Pflanzung. Steil senkrecht erheben sie sich aus dem Laub, wirken dynamisch , eindeutig und klar. Als luftiger Gegensatz dazu bieten sich Thalictrum, Sanguisorba tenuifolia oder Gräser wie Molinia arundinacea an. Ein noch stärkerer Kontrast kann durch die „erdend“ wirkenden Dolden wie das schon genannte Selinum wallichianum , Angelica gigas oder Eupatorium maculatum „Riesenschirm“ hergestellt werden.

Stauden am Teich mit Geranium phaeum, Knöterich und Farn

Ein Kerzenknöterich fällt hier aus der Reihe: Persicaria amplexicaulis var. pendula gehört nicht zu den eindeutigen Himmelstrebern, denn die ca. 50 cm hoch werdende Staude hat Blütenähren, die nach anfänglicher Aufwärtsbewegung gen Erde abbiegen. Das sieht eigenartig unentschieden aus. Und da die Pflanze auch noch relativ kleine Ähren in einem etwas dumpfen Rot hat, gehört sie für mich zu den Pflanzen, zu denen mir das Wort entbehrlich einfällt.

Für mich als Pflanzplaner sind Kerzenknöteriche nicht nur wegen ihrer markanten Blütenform und ihrer sehr langen Blütezeit attraktiv. Ich stehe in Privatgärten häufig vor dem Problem, eine Fläche bepflanzen zu müssen, die im Vordergrund vollsonnig ist und schon nach kurzer Strecke in den Schatten eines Hauses übergeht. Sonnige und schattige Bereiche bieten sich dem Betrachter gleichzeitig dar. Würde man sie streng nach Stahl/Hansen entsprechennd ihren Lebensbereichen bepflanzen, ergäbe das ein doch sehr unruhiges Bild. Zugespitzt gesagt: Lavendel meets Epimedium ist nicht mein Geschmack. Kerzenknöterich ist in der Lage, diese unterschiedlichen Pflanzsituationen fließend miteinander zu verbinden und zu harmonisieren.

Eine andere gute Eigenschaft ist die gepflegte Selbstaussaat der Pflanze. Geschützt durch ihre üppigen Blätter entwickeln sich rund um die Mutterpflanze Sämlinge in angenehmer Zahl. Sie lassen sich sehr gut und schnell entfernt , da ihr Wurzelwerk noch flach ist. Dann kann man sie in andere Gartenteile verfrachten oder verschenkten. Damit macht man sich Freunde.

Tricyrtis hirta "Alba" und Persicaria filiforme

Ob sich das auch von Persicaria filiformis sagen läßt? Aus anfänglicher Begeisterung über diese Pflanze habe ich sie an jeden verschenkt, der sich nicht ausdrücklich dagegen gewehrt hat.

Ich befürchte, in der nächsten Zeit einige böse Fragen beantworten zu müssen. Denn die von mir so gelobte und erwünschte Selbstaussaat dieser japanischen Waldstaude, hat nach einem milden Winter in meinem Garten ein wirklich erschreckendes Ausmaß angenommen. Ganze Flächen im Schatten gehören jetzt dieser etwa hüfthohen Staude. Habe ich anfangs das leichte Entfernen der Sämlinge gelobt, bin ich heute anderer Meinung. Die Pflanze hat Wurzeln. Und zwar mit Vorliebe in anderen Stauden. Nach dem Gemecker nun zu den Gründen, warum sie trotzdem eine gute Gartenpflanze ist. Sie mag und verträgt Schatten, sogar trockenen Schatten. Sie blüht ab August, wenn dort sonst nicht mehr allzuviel los ist. Ihre kleinen, leuchtendroten Blütchen an langen, fadenförmigen Ähren können eine ganze Schattenpflanzung in ein schwebendes Gitter aus Rot verwandeln. Als Vorschlag: Dazwischen ein paar orange Fruchtstände von Arum italicum, die weißen Schalenblüten von Anemone hupehensis „Alba“ und ein paar wenige weiße Krötenlilien und eine Herbstpflanzung im Schatten ist perfekt.

Persicaria filiformis "Lance Corporal"

Bei der Auslese „Lance Corporal“ kommt eine sehr schöne rotbraune Blattzeichnung in Form eines V hinzu, die auch zum großen Teil bei den Sämlingen auftaucht. Persicaria filiforme „Painter´s Palette“ heißt eine Sorte, die mir vor Jahren von mehreren Kollegen dringend ans Herz gelegt wurde. Muss man unbedingt haben! Sagenhaft, die Blätter sind hellgrün, weiß, gelblich und etwas rötlich gefärbt ! Die Pflanze ist nicht ganz so winterhart wie ihre Artverwandten und hat sich relativ schnell bei mir verabschiedet. Sehr traurig war ich deshalb eigentlich nicht, denn diese Art der Blattfärbung sah mir dann doch zu sehr nach einem Herbizidschaden aus.

Der erste Knöterich den ich im Garten hatte war der Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis) in der Sorte „Superbum“. Denn das erste was ich in unserem Garten gebaut habe, war ein Teich und es ging ja nun darum, das Teichufer schön zu gestalten. Der Teich habe ich mittlerweile umgestaltet , aber der Knöterich ist geblieben und mehrfach geteilt worden. Eine unspektakuläre Pflanze, immer hübsch anzusehen, bei ausreichend Feuchtigkeit immer gesund und kräftig. Sie ist so zuverlässig und unkompliziert, das ich sie deswegen oft übersehen habe. Wie schön die Pflanze ist, ist mir erst bewußt geworden, als ich ein Foto aus der Pflanzung betrachtet habe. Hier stehen nämlich die aufrechten, kräftig rosa Blütenähren des Knöterichs rneben dem kupferroten Austrieb von Osmunda regalis „Purpurea“ und den dunkelroten Blüten von ausgesäten Geranium phaeum. Prachvoll, aber leider nicht geplant.

Mit Geranium wlassovianum

An einer Kuriosität unter den Knöterichen hatte ich etliche Jahre Freude. Auf einem Pflanzenmarkt gab es den Knöllchen-Knöterich oder Lebendgebärenden Knöterich (Bistorta vivipara) zu kaufen. Die Pflanze, auf einen schotterigen Hang gepflanzt, wurde ca. 20 cm hoch und beginnt im Sommer weiß zu blühen. Bis zum Herbst hatten sich unter den Blütchen kleinen Brutknollen gebildet, teils waren schon Blättchen zu sehen, die dann abfielen und im lockeren Schotter anwuchsen.Der Knöllchen-Knöterich ist sicherlich keine Pflanze die zu den Top 10- Stauden der Gartengestalter gehört – aber sie hat bei Gartenführungen stets für Erstaunen und Kopfschütteln gesorgt. Das Internet-Lexikon Wikipedia meldet, das die Brutknöllchen von Bistorta vivipara zur Leibspeise der Schneehühner gehören. Ich kann das hier in Hamburg leider nicht verifizieren.

Ebenso zart wie der Knöllchen-Knöterich ist Aconogonon tortuosa var. glabrifolium, den ich vor Jahren einmal von Marianne Foerster unter dem Namen Polygonum kahil geschenkt bekam. Ob kahil oder nicht, die Pflanze ist reizend. 30-40 cm hoch, mit hellgrünen, glänzenden Blättchen und einem kompakten, halbkugeligen Wuchs. Sie gedeiht bei mir vor einer kleinen Eibenhecke im Halbschatten, bedeckt perfekt den Boden und von Juli ab erscheinen in den Blattachseln niedliche weiße Blüten. Sehr schön zusammen mit zarten Schattengräsern wie Carex morrowii var. temnolepis, Epimedien oder Farnen. Leider konnte sich die Pflanze bis heute nicht zur Selbstaussaat entscheiden.

Spektakulär, aber heikel. Das beschreibt am besten meine Erfahrungen mit Persicaria microcephala „Red Dragon“, einer Einführung aus den USA. Die bis 120cm hohe Pflanze hat dreieckige Blätter in tiefem Weinrot mit einer silbernen V-förmigen Zeichnung. Von Hochsommer ab erscheinen die endständigen kleinen Blütenähren. „Red Dragon“ erwies sich bei mir als wüchsig, mit großem Raumbedarf- allerdings ohne zu wuchern. Sehr schön war die Verbindung zu den warm-orangefarbenen Blüten von Hemerocallis „Aten“ und Pennisetum alopecuroides „Moudry“. Persicaria microcephala „Red Dragon“ sieht derart exotisch aus, daß ich mir gleich die Frage stellte, ob die denn wohl auch ausreichend winterhart ist. Prompt hat sie einen Winter mit echtem Frost nicht überstanden. Am Rande eines stark benutzten Parkplatzes einer benachbarten Gärtnerei erfreut er sich allerdings seit Jahren großer Bewunderung und Ausdauer. Braucht dieser Knöterich Autoabgase um zu überleben?

Persicaria polymorphum, Aconogonon "Johanniswolke", Polygonum polymorphum

Persicaria polymorphum, Aconogonon „Johanniswolke“, Polygonum polymorphum, wie auch immer: Eine in jeder Hinsicht großartige Pflanze. Bis Ende Mai ist nichts zu sehen, dann aber zeigt sie Dynamik! Innerhalb kurzer Zeit streben aus den kräftigen Rhizomen die Stängel bis in eine Höhe von 2 Metern. Die Blüten sind anfangs cremeweiß, später rosa überhaucht und dann im Herbst rotbraun und duften sehr angenehm.In meinem Garten habe ich anscheinend zwei verschiedene Typen: bei dem einen bleiben die Stängel grün, bei einer anderen Pflanze verfärben sie sich schön rötlich – was nichts standortabhängig ist. Die Pflanze braucht Zeit und Platz! Ich habe ihre Wuchskraft mehrfach unterschätzt – damit ist nicht Wuchern gemeint oder etwa Aussaat, sondern die schlichte Tatsache, daß wie nach einige Jahren wirklich drei bis vier Quadratmeter Raum beansprucht. Die Standfestigkeit dieser Großstaude wird überall gelobt. Das stimmt – bis auf das erste Jahr nach der Pflanzung, im allgemein auch. Allerdings haben wir in Hamburg im Hochsommer immer öfter mal plötzliche Starkregen mit sehr heftigen Winden. Und dann geht der Blick immer ängstlich aus dem Fenster zu den verschiedenen „Johanniswolken“. Und oft sind sie dann nicht mehr zwei Meter hoch, sondern in ein Meter Höhe abgeknickt und umgebrochen und die Pflanze lagert in den Beeten. Das sieht dann nicht mehr so toll aus und ist auch nicht zu reparieren. Trotzdem ist sie großartig. Sie bildet das Rückgrat der Pflanzungen, beherrscht mit ihren Blütenwolken lange Zeit den Garten und ist auch im Winter schön: nachdem die Blätter abgefallen sind, sind die eigenartig, versetzten Stängelsegmente bis ins Frühjahr hübsch. Phantastisch ist dieser Knöterich zusammen mit den Ähren von Veronicastrum virginicum „Lavendelturm“ oder „Fascination“, mit dem leuchtenden Blau von Aconitum carmichaelii var. arendsii, mit Miscanthus, mit Phloxen wie Phlox paniculata „Hesperis“ und Echinops.Aber nicht nur im Zusammenspiel mit anderen Großstauden zeigt Polygonum polymorphum seine Stärke. Die Mächtigkeit der Staude habe ich in einer Pflanzung mit der schwebenden Leichtigkeit von weißen Echinaceen, Thalictrum und dem grazilen, silbernen Miscanthus „Morning Light“ als ungeheuer beruhigend empfunden. Zusätzlich spielt der weiße Riese in meinem Garten eine Rolle als Gehölzersatz: Er schirmt, als Hecke gepflanzt, einen nur im Sommer benutzten Sitzplatz perfekt zur Straße ab.

Persicaria amplexicaulis var. pendula

Mit Ausnahme brandheißer und sehr trockener Plätze verschönern Polygonaceen alle Teile meines Gartens. Knöteriche sind für mich unverzichtbar geworden. Und deshalb singt mir der Chor der zufriedenen Privatkunden jeden Abend ein kleines Loblied auf den einst gefürchteten Knöterich und bedankt sich so für meine Überzeugungsarbeit. Gärtnern ist doch ein schöner Beruf.

Veröffentlicht in „Schweizer Staudengärten“, Heft Polygonaceae, 2009, der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde

Nachtrag und Aktualisierung des Autors:
Ein Jahr später widerrufe ich hiermit ausdrücklich meine Aussage, daß Persicaria amplexicaulis var. pendula eine verzichtbare Pflanze sei. Stimmt nicht, die Pflanze ist schön und absolut reizvoll. Jede Pflanze sieht dann bescheiden und erbärmlich aus, wenn man ihr nicht das gibt, was sie braucht. Und die Pendula-Form des Kerzenknöterichs braucht ein bisschen mehr Feuchtigkeit. Mea culpa, mea maxima culpa.

Alle meine Kollegen haben bezweifelt, da es tatsächlich die von mir beobachteten Farbunterschiede bei den Sorten „Speciosum“ und „Firetail“ des Kerzenknöterichs gäbe. Ich bleibe starrsinnig bei meiner Haltung.

Eine für mich großartige Neuentdeckung des letzten Jahres war Persicaria campanulata, der Himalaja-Glocken-Bergknöterich. Bei ausreichend Feuchtigkeit eine langanhaltend blühende, fast hüfthohe Staude mit allerdings beachtlichem Ausbreitungsdrang. Bitte Raum einplanen!

Und letzte Woche bei Kunden entdeckt: im Beet steht ein Knöterich mit schönem, rötlichem Laubaustrieb. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Auf die Frage, was denn das hier sei, sagt die Kundin“ Weiß ich gar nicht mehr. Was ganz Seltenes auf alle Fälle. Habe ich auf dem Pflanzenmarkt am … gekauft.“ Jetzt entdecke ich die Seltenheit allerdings auch zwei Meter weiter im Beet. Und im Rasen. Und im Naturstein-Pflaster. Diese Katastrophe heißt Reynoutria japonica var. compacta, eine niedrigere Form des berüchtigten Japan-Knöterichs und wird auf Pflanzenmärkten als harmlos verkauft. Ich glaube, der korrekte Name der Pflanze ist Reynoutria japonica „Fukushima“.

Jörg Pfenningschmidt legt seit 13 Jahren in und um Hamburg herum Staudenpflanzungen in Privatgärten und im öffentlichen Grün an.
Und schreibt auch noch darüber.
www.naturdesign-staudengarten.de

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Wer bin ich?

In der Rubrik Bilderrätsel fragen wir nach dem Namen dieses sehr kleinen Knöterichs.
Die Aufnahmen entstanden am 11.04.2010 und zeigen ihn vergrößert.

Wer an diesem Rätsel teilnehmen möchte, benutzt bitte die Kommentar-Funktion.

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Sag mir deinen Namen…

… und ich sag dir wie du heisst.

Wie die “Sentimental-Nomenklatur” zustande kommt, habe ich im Beitrag über den Kahil-Knöterich geschildert. Wie verhält es sich aber nun wirklich mit der Nomenklatur der Knöteriche.

Früher war es einfach, alle Arten wurden in der Gattung Polygonum zusammengefasst.
Je nach Literatur wurden daraus mehrere Gattungen. Am konsequentesten ist die Aufteilung in Zander (Der grosse Zander), der 6 gärtnerisch relevante Gattungen aufführt und in einem Schlüssel auch klare Merkmale dazu liefert.

An den geflügelten Früchten erkennt man die Vertreter der Gattung Fallopia. Und die pfeilförmigen Blätter charakterisieren die Gattung Fagopyrum.

Fallopia mit dreiteiligen geflügelten Früchten

Fallopia mit dreiteiligen geflügelten Früchten

Fagopyrum (Buchweizen) mit den typischen pfeilförmigen Blättern

Bei Bistorta ist der Blütenstand eine einzelne endständige (unverzweigte) Scheinähre, bei Aconogonon eine endständige (verzweigte) Rispe.

Unverzweigte, endständige Blütenstände von Bistorta milettii und Bistorta officinalis

Die verzweigte, endständige Blütenrispe von Aconogonon 'Johanniswolke'

Persicaria besitzen verzweigte Scheintrauben oder Köpfchen die end- und achselständig stehen. Übrig bleiben einige wenige Vertreter in der Gattung Polygonum mit 1 bis 5 achselständigen Blüten entlang des Sprosses.

'Kiss me over the gardengate" die Blütenstände von Persicaria orientalis

Achselständige Büten beim unbeblätterten Polygonum scoparium ("Blühender Schachtelhalm")

Mit einiger Übung könnte man sich diese Merkmale ja durchaus merken. Es handelt sich ja nicht um “unsichtbare genetische Spitzfindigkeiten”. Doch leider scheinen sich die Wissenschaftler nicht einig zu sein.

Im Mabberley (Mabberleys Plant Book), der in vielen Botanischen Gärten als Referenz gilt, wird Aconogonon zu Persicaria und Bistorta zu Polygonum gestellt.

Die Internetseite The Plant List, ebenfalls eine meiner häufig genutzten Quellen, führt Bistorta-Arten unter Persicaria und bei Aconogonon wird je nach Art auf Persicaria oder Polygonum verwiesen.

Was machen die Gärtner in einem solchen Fall? Ihre eigene Nomenklatur natürlich.

Da gibt es die Namenliste Stauden, welche von einer Internationalen Kommission herausgegeben wird, die schreibt:
“Der Handel mit Baumschulgewächsen zwischen verschiedenen Ländern wird stets intensiver. Einheitlichkeit in der Namensgebung der Produkte ist daher von entscheidender Bedeutung. Mit der Neuauflage dieser internationalen „Namensliste Gehölze” und der „Namensliste Stauden” wird ein großer Schritt nach vorne gemacht.
Es ist sehr erfreulich, dass beide Namenslisten von der ENA (European Nursery Association) als Europäischer Standard für die Namensgebung von Baumschulprodukten anerkannt sind. Die Namensliste Stauden ist außerdem von der ISU (Internationale Stauden Union) und der PPA (Perennial Plant Association in den USA) als offizieller Standard anerkannt.”
Was heisst dies in unserem Fall: Aconogonon und Bistorta sind dort unter Persicaria zu finden.

Weiter gibt es die Handelsnomenklatur des Bund deutscher Staudengärtner:
“Die vorliegende Nomenklatur orientiert sich nach wie vor an den wissenschaftlichen Erkenntnissen, führt diese aber erst nach einer angemessenen Übergangsfrist ein, wenn es sinnvoll erscheint. Außerdem orientiert sich die vorliegende Handelsnomenklatur am ‘Zander’, dem in Deutschland anerkannten Handbuch für botanische Namen.”

Dieses “Versprechen” wird eingelöst. Die Gattungen Aconogonon und Bistorta sind vorhanden, leider ist das in die Handelsnomenklatur aufgenommene Sortiment für den ernsthaften Knöterichsammler nicht genügend breit und tief. Und eine kleine Internetsuche zeigt, dass sich längst nicht alle BdS-Gärtereien in ihren Katalogen nach der Handelsnomenklatur richten. (Ich kann das nachvollziehen, denn die BdS Handelsnomenklatur führt in ihrem Bestreben die Pflanzennahmen EDV-tauglich zu machen einige unpassende “Artnamen” ein. Doch das ist eine andere Baustelle.)

Die Sprachverwirrung hat bei den Knöterichen babylonisches Ausmass angenomment.
Man ist versucht zu behaupten, am besten fährt man mit den deutschen Namen:
Aconogonon – Bergknöterich, Bistorta – Wiesenknöterich, Fagopyrum – Buchweizen, Fallopia – Flügelknöterich, Persicaria – Knöterich, Polygonum – Vogelknöterich.

Bis Klarheit geschaffen wird, plädiere ich dafür, sich im Fall der Knöteriche an den Zander (der Kleine tut es da durchaus) zu halten. Dies im Bewusstsein, dass man bei der Suche (ob im Internet oder einer Gärtnerei) verschiedene Namenskombinationen testen sollte.

Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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Der “Kahil” Knöterich

oder weshalb Namen mehr sind als Schall und Rauch.
Eine kleine Geschichte.

Als Lehrer für Pflanzenkenntnisse erfahre ich es immer wieder: Pflanzen kennen zu lernen ist nicht einfach, es ist Arbeit und erfordert Willen und Freude. Was dann aber mit der Nomenklatur noch dazu kommt macht beim besten Willen keine Freude. Das Wissen darum, das Pflanzen ihren Namen auch mal wechseln, ist ewiger Gesprächsstoff unter Gärtnern und Pflanzenfreunden. Gerne schimpft man über die Wissenschaftler, die nichts besseres zu tun haben als wieder mal eine bekannte Pflanze mit einem unbekannten Namen zu versehen. An dieser Stelle möchte ich nicht darauf eingehen wie wichtige es auch für Gärtner und Pflanzensammler ist sich an die “richtigen” botanischen Namen zu halten. Ich werde mich auch nicht darüber auslassen, dass es eben Unterschiede zwischen Polygonum, Persicaria, Bistorta oder Aconogonon gibt. Dazu verweise ich gerne auf “Den grossen Zander” und darauf, dass mir letztens ein Botaniker gesagt hat, der Zander, der sei doch 40 Jahre hinten nach, heute gelte der Mabberley und APG III.

Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen, denn Pflanzen und Pflanzennamen zu denen man eine Geschichte erlebt hat, die vergisst man nicht mehr so schnell.

Christian Meyer im Gartengespräch mit Marianne Foerster

Christian Meyer im Gartengespräch mit Marianne Foerster

Ich bin nicht der einzige der noch das Glück hatte den Senkgarten in Potsdam, mit einer Führung von Marianne Foerster, erleben zu dürfen. Wie sie da über unfähige Gärtner und besondere Pflanzenschätze referierte – unvergesslich. Wie anderen auch, fiel mir ein neben dem Wasserbecken wachsender,  kleiner Knöterich auf. Und wer genügend schwärmte, der erhielt dann auch gleich einen Topf davon aus ihrer privaten Anzucht. Auf der Etikette stand Polygonum kahil. Wer nachforscht findet heute weitere Namen Persicaria kahil oder Aconogonon tortuosum var. glaberifolia. Welcher ist nun der Richtige?

In ihrer offenen und direkten Art erklärte Frau Foerster, dass sie schon wisse, dass der Name nicht korrekt sein könne. “kahil” sei lediglich das Einzige gewesen, was auf der abgebrochenen Etikette, die im Topf der “Originalpflanze” steckte noch zu lesen war. Das habe man übernommen – Polygonum kahil war geboren. Dass er in einigen Gärtnereien (einschliesslich der in Wädenswil) immer noch den Artnamen kahil trägt, finde ich ein schönes persönliches Andenken an Marianne Foerster. Egal was die Wissenschaft sagt, diese Pflanze werde ich immer kahil nennen (allenfalls lasse ich mich auf Aconogonon kahil ein, auch wenn ich weiss, dass das nun komplett falsch ist).

Pflanzenkenntnis ist für mich eben mehr als nur Erkennungsmerkmale und APG III. Sie ist immer auch mit Personen und Erlebnissen verknüpft.

Aconogonon kahil

"Aconogonon kahil"

Das grüne Polster links im Vordergrund ist der Grund für diesen Artikel.

Der Kahil-Knöterich gibt es in der Gärterei Gaissmayer zu kaufen. Dort unter dem Namen Polygonum spec. ‘Kahil’, auch eine schöne Namensvariation.

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Bistorta amplexicaulis

Wer kennt noch Sorten Bistorta amplexicaulis (Polygonum amplexicaule, Kerzenknöterich), die nicht auf dieser Liste stehen?

Wer kennt Bezugsquellen oder kann fehlende oder neue Sorten liefern?

Bitte bei tm@ini-i.de melden.

vorhandene Sorten fehlende Sorten
Album Amethyst
Anne’s Choice Betty Brandt
Arun Gem Botau
Atropurpureum Blush Clent
Atrosanguinea Clent Charm
Anne’s Choice Etna
Black Adder Fine White
Blackfield Gold Leaf
Border Beauty Golden Arrow
Cottebrock Gold Oktober Pink
Dikke Floskes Orange Crest
Early Pink Lady Pink Fantasy
Endless Beauty Rosy Clent
Fantasy Rowden Jewel
Fascination Rowden Rose Quartz
Fat Domino
Fine Pink
Firedance
Firetail
High Society
Inverleith
Janet
Jo & Guido’s Form
JS Caliante
Orange Field
Pink Elephant
Pink Mist
Red Baron
Rosalie
Roseum
Rowden Gem
September Spires
Speciosum / F
Spotted Eastfiled
Summer Dance
Superba
Taurus
var. Pendula
White Eastfield
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